Nadine Lantzsch - Vielleicht doch zweimal hinsehen, bevor man mit dem Bashing loslegt.

Frau Lantzsch hat sich in den letzten Tagen den Zorn der Juristen zugezogen. Mit einem Wutartikel im Blog "Medienelite" am 06.07.2011 schrieb Sie sich den ganzen Frust einer Feministin über die Ereignisse der letzten Zeit von der Seele. Anlass war ein Artikel auf der Internet-Seite von "Deutschlandradio", aus dem mehr oder weniger hervorgeht, dass die Frauen in dieser Gesellschaft sowieso die Hosen anhaben, weil sie uns arme Männer so erziehen wie sie das für sich brauchen. Ich zitiere: "Die Ehe ist längst zum Umerziehungslager geworden. Die Lebensabschnittspartnerin ist damit beschäftigt, erst einmal alles zu beseitigen, was die Mutter ihrem Sohn beigebracht hatte. Hat sie das erreicht, muss er ihrem Bilde angeglichen werden, denn nur gemeinsam sind beide stark, was heißt: Sie gleichen sich unter ihrer Anleitung einander an. Ein Mann, der noch an Egoresten hängt und sich totaler Betreuung entziehen möchte, wird bald entsorgt." Dass sowas im zeitlichen Kontext von Assange, Kachelmann und Strauss-Kahn jede aufrechte Frau (und nicht nur jede Feministin) auf die Palme bringen kann, ist nachvollziehbar. Lantzsch konstatiert eine Art "Rollback", der in letzter Zeit dazu geführt habe, dass "sich Männer über die Emanzipation beschweren, Frauen nicht mit Emanzen verglichen werden wollen oder Victim-Blaming betreiben und überhaupt solle doch am besten der ganze Mist bleiben so wie er ist." Und dann geht ihr der Gaul durch (was man ihr natürlich vorwerfen kann)."Die aktuellen Vergewaltigungsfälle werden medial begleitet von Geschlechterstereotypen und Verharmlosungen sexistischer Verhältnisse. Was ja am Ende, glaubt mensch an die Macht von Sprache, Texten und Diskursen u.a. dazu führt, dass Wichser wie Strauss-Kahn trotz relativ eindeutiger Beweislage wohl am Ende freigesprochen werden ...Zum vollständigen Artikel


Cookies helfen bei der Bereitstellung unserer Dienste. Durch die Nutzung erklären Sie sich mit der Cookie-Setzung einverstanden. Mehr OK