Stadionverbote – Fußtritte für den Datenschutz?

Während die WM für unsere Fußball-Frauen vorbei ist, steht hingegen der Beginn der (zweiten) Bundesligasaison der Herren kurz bevor. Pünktlich zum Anstoß gibt es daher auch wieder alte Diskussionen – wie etwa die um Stadionverbote. Und während die eine Seite diese großzügig verteilt, versucht die andere stetig, dagegen vorzugehen. Denn schließlich hat ein Stadionverbot (deutschland)weitreichende Konsequenzen…

Das Stadionverbot

Laut Richtlinien zur einheitlichen Behandlung von Stadionverboten des Deutschen Fußball-Bundes ist ein Stadionverbot

„die auf der Basis des Hausrechts gegen eine natürliche Person wegen sicherheitsbeeinträchtigenden Auftretens im Zusammenhang mit dem Fußballsport, insbesondere anlässlich einer Fußballveranstaltung, innerhalb oder außerhalb einer Platz- oder Hallenanlage vor, während oder nach der Fußballveranstaltung festgesetzte Untersagung bei vergleichbaren zukünftigen Veranstaltungen eine Platz- oder Hallenanlage zu betreten bzw. sich dort aufzuhalten.“

Das prekäre für den Fußballfan an sich ist daran aber vor allem, dass ein Stadionverbot nicht nur für das jeweilige lokale Stadion ausgesprochen werden kann, sondern gemäß § 1 der Richtlinie

„auch für den Bereich anderer Platz- oder Hallenanlagen festgesetzt werden kann (überörtliches, sog. bundesweites Stadionverbot).“

Das bedeutet aber natürlich in logischer Konsequenz, dass die Daten des Fans an sämtliche andere Stadien und ggfs. auch in die Verbunddatei „Gewalttäter Sport“ übermittelt werden müssen. Dabei stellt sich dem geneigten Datenschützer unweigerlich die Frage, ob diese Übermittlung überhaupt zulässig ist. Denn diese hat (erstmal) nichts mit dem aufgrund bestehender Hausrechte erteilten Stadionverbot zu tun ...

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