Kiener-Prozess: "Es ist nichts mehr irgendwo verborgen"

Viel Neues hatte Helmut Kiener nicht zu sagen, als er mit Hilfe seiner Anwälte in dieser Woche vor dem Würzburger Landgericht das bisherige Geständnis um die Millionen-Betrügereien mit seinen K1-Hedgefonds um einige Details ergänzte. Dafür häufen sich die Anzeichen, dass sich der seit Anfang März laufende Mammut-Prozess demnächst seinem Ende nähern könnte.

Knapp 140 Tage sind ins Land gezogen, seit die Anklage gegen den 52-jährigen Aschaffenburger Hedgefonds-Manager und einen Mittäter, den 43-jährigen Claus Z., verlesen wurde. Jetzt hat der Vorsitzende der 5. Strafkammer, Volker Zimmermann, die Beteiligten aufgefordert, sich bis zum nächsten Verhandlungstag am Dienstag Gedanken über weitere Beweisanträge zu machen - üblicherweise ein Zeichen dafür, dass die Kammer die Beweisaufnahme in Kürze abschließen möchte.

Kiener hat bereits vor Wochen eingeräumt, dass er die Wertentwicklung seiner Hedgefonds durch gefälschte Finanz-Statements und Kontoauszüge vorsätzlich manipuliert hat, um Verluste zu verschleiern und die "Performance" der Anlagen in einem möglichst guten Licht erscheinen zu lassen (wir berichteten). Am Dienstag hat der 52-Jährige erneut betont, dass sein Motiv für die Taten auch "die Aufrechterhaltung der eigenen finanziellen Existenz und der Erhalt von Einnahmen" war.

Auch dass er mehrere internationale Banken dazu brachte, in zusätzlich aufgelegte und heimlich von ihm selbst kontrollierte Fonds zu investieren, deren Gelder dann wieder - ohne Kenntnis der Anleger - in die K1-Fonds zurückflossen, hat Kiener zugegeben: "Das diente der Liquiditätsbeschaffung ...

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