Zur Gültigkeit von Argumenten

Gelegentlich staunt man, was in Diskussionen so alles für ein Argument gehalten wird, das gültig ist, also geeignet eine Überzeugung nachvollziehbar zu begründen. Was alles im Einzelnen gültige Argumente sein können, ist ein weites Feld - zu weit, als dass man es in einem kurzen Beitrag auch nur ansatzweise beleuchten könnte. Aber ich möchte mein eingangs erwähntes Staunen näher illustrieren. Besonders geeignet dafür scheint mir heute ein - nennen wir es - Schlagabtausch zu sein, der im LawBlog und im Blog Medienelite seine Bühne gefunden hat. Es geht um die Unschuldsvermutung, die auch für Tatverdächtige gilt, die einer Sexualstraftat verdächtigt werden, und darum, wie man damit umgeht, dass diese Vermutung dazu führt, dass auch Täter davonkommen, die tatsächlich die zur Last gelegte Tat begangen haben, aber letztlich nicht dafür belangt werden. Im zweitgenannten Blog steht:
Die aktuellen Vergewaltigungsfälle werden medial begleitet von Geschlechterstereotypen und Verharmlosungen sexistischer Verhältnisse. Was ja am Ende, glaubt mensch an die Macht von Sprache, Texten und Diskursen u.a. dazu führt, dass Wichser wie Strauss-Kahn trotz relativ eindeutiger Beweislage wohl am Ende freigesprochen werden. Begründet wird das dann gern mit demRechtsstaatlichkeitsprinzip, der Aufklärung und all dem Rotz, der von weißen europäischen Männern in mächtigen Positionen erfunden wurde, um ihren Besitzstand zu wahren und universale Menschenrechte für ihren eigenen Vorteil zu instrumentalisieren.
Nachdem dies anderenorts (Enforcer & Vetter) aufgegriffen worden ist, legt die Autorin des Blogs Medienelite nach:
Ich gebe zu, meine Kritik an der Aufklärung, war etwas kurz gefasst, zu polemisch, um allgemein verständlich und nachvollziehbar zu sein ...
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