Protestaktion gegen Panzerlieferung an Saudi-Aribien löst Polizeieinsatz aus

Berliner Kurier vom 11.07.2011

Aus Protest gegen die geplanten Lieferung von 200 Leopard-Panzer durch die Bundesregierung an Saudi-Arabien haben Unbekannte eine Plastikattrappe eines M-16 Gewehres auf der Warschauer Brücke in Berlin aufgestellt. Das auf einem Stativ montierte und mit einem Zielfernrohr versehene Gewehr war auf den Ostbahnhof gerichtet. Neben der Installation war ein Plakat mit der Aufschrift “Let´s shoot the freaks! Win a full leo­pard 2A7+ Tank!!” positioniert. Die Protestaktion löste einen Polizeieinsatz aus – die Softair-Waffe ist eine detailgetreue Nachbildung und auf den ersten Blick nicht als Attrappe zu erkennen. In einer Stellungnahme äußern sich die Urheber zu ihrer Aktion (s.u.). Der Kunstcharakter der Protestaktion dürfte umstritten sein. Der Staatsschutz ermittelt gegen die Aktivisten.

„Waf­fen­stand“ 10.07.2011 Das Kunst­pro­jekt „Waf­fen­stand“ auf der War­schau­er Brü­cke be­schäf­tigt sich mit der ge­plan­ten Waf­fen­lie­fe­rung von 200 Leo­pard A2-7+ an Sau­di-Ara­bi­en durch die Deut­sche Bun­des­re­gie­rung und die damit ver­bun­de­ne Be­fürch­tung diese Waf­fen könn­ten zum Ein­satz gegen Re­gime­geg­ner kom­men. Die Er­fah­rung zeigt, daß der­ar­ti­ge Waf­fen­sys­te­me von den be­lie­fer­ten Re­gie­run­gen häu­fig zu­nächst am in­nen­po­li­ti­schen Geg­ner aus­pro­biert und dann meist für den aus­sen­po­li­ti­schen Feind ihre ganze töd­li­che Trag­wei­te ent­wi­ckeln. Nach­dem bis heute an­dau­ern­den Fi­as­ko des Iraks, der über Jahr­zehn­te durch west­li­che Waf­fen­lie­fe­run­gen zur 5 ...

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