Kündigung eines Alkoholkranken

Bevor ein Arbeitgeber einem alkoholabhängigen Mitarbeiter kündigt, muss er diesem die Möglichkeit einer Entziehungskur einräumen. Nach Ansicht des Landesarbeitsgerichts Rheinland-Pfalz sei eine Kündigung in solchen Fällen erst verhältnismäßig, wenn der Mitarbeiter die ihm angebotene Chance nicht nutzt.

Die Beklagte betreibt ein Krankenhaus. Die Klägerin war stellvertretende Pflegeleiterin und zunächst als Kinderkrankenschwester tätig. Im Laufe von drei Jahren war sie wegen ihrer Alkoholkrankheit mehrfach gestürzt und konnte aufgrund diverser erlittener Knochenbrüche nicht zur Arbeit erscheinen. Nach einem daraufhin stattfindenden Mitarbeitergespräch, in welchem die Klägerin ihre Alkoholerkrankung einräumte, begab sie sich in eine ambulante Suchttherapie. Wie das Leben jedoch so spielt, konnte sie den im Rahmen einer Betriebsfeier angebotenen alkoholischen Getränken nicht widerstehen und erlitt einen Rückfall. Die folgende Arbeitsunfähigkeit veranlasste die beklagte Arbeitgeberin nach erfolgter Betriebsratsanhörung zur außerordentlichen Änderungskündigung mit sozialer Auslauffrist, da die Mitarbeiterin tarifvertraglich ordentlich unkündbar ist ...

Zum vollständigen Artikel


Cookies helfen bei der Bereitstellung unserer Dienste. Durch die Nutzung erklären Sie sich mit der Cookie-Setzung einverstanden. Mehr OK