Insolvenz in England – Restschuldbefreiung löst auch Pfändung künftiger Ansprüche

Die Vorteile des englischen Insolvenzverfahrens bestehen nicht nur darin, dass es wesentliche schneller und einfacher ist als das deutsche, sondern u.a. auch darin, dass die Restschuldbefreiung umfassender und weitgehender ist als die deutsche.

Was weitgehend unbekannt ist: Im deutschen Insolvenzrecht bleiben die Forderungen gem. § 301 InsO bestehen, auch die Zinsen laufen weiter. Den Forderungen wird durch die Restschuldbefreiung lediglich ihre Vollstreckbarkeit genommen, sie wandeln sich in sog. unvollkommene Verbindlichkeiten um.

Ferner – und das ist z.B. für Mitglieder berufsständischer Versorgungswerke wie Anwälte, Notare, Ärzte und Architekten wichtig – ist in Deutschland die restschuldbefreite Verbindlichkeit weiterhin Grundlage bereits ausgebrachter Vollstreckungsmaßnahmen.

Hat also z.B. ein Gläubiger vor Eröffnung des Insolvenzverfahrens die künftigen Ansprüche des Schuldners gegen sein berufsständisches Versorgungswerk auf Auszahlung der Altersrente gepfändet, so wird diese Pfändung durch ein später eingeleitetes deutsches Insolvenzverfahren mit anschließender Restschuldbefreiung nicht berührt ...

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