Heut‘, beim Schlichtungsausschuss der IHK

Irgendwo im Norden der Republik, bei irgendeiner IHK, heute früh.

Der Auszubildende hat eine (außerordentliche) Kündigung erhalten. Weil er gut informiert ist, weiß er, dass er zunächst den Schlichtungsausschuss bei der IHK anrufen muss, bevor er zum Arbeitsgericht gehen kann. Der Schlichtungstermin findet dann nach langen Terminsquerelen heute statt.

Der Ausschussvorsitzende mahnt den Arbeitgeber bzw. seine Vertreter, es sei doch nicht so schlimm. Mit einer „scharfen“ Abmahnung (*) und einem wechselseitigen Gespräch könne man über die Kündigung hinwegkommen.

Der Arbeitgebervertreter nickt ebenso bedächtig wie die Geschäftsführerin. Wirklich gehofft hatten sie auf ein positives Votum ja nicht (Erfahrungswert). Meist sind solche verzweifelten Kündigungen der letzte Schuss vor Bug.

Der Vorsitzende wendet sich zuerst an den Auszubildenden mit der Frage, was er von so einer „Lösung“ hielte. Dann könne er ja sein drittes Jahr beenden und – offen gesagt – so ganz aus der Luft gegriffen seien die Kündigungsanlässe ja auch nicht. Der Azubi schenkt ein ...

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