EuGH fordert weitere vorbeugende Maßnahmen gegen Markenverletzungen im Internet

Markenverletzungen werden nicht mehr nur in der realen Welt sichtbar, sondern sie spielen sich ebenso häufig im Internet ab. Insbesondere Internet-Verkaufsplattformen dürften dabei schon dem ein oder anderen Markeninhaber negativ aufgefallen sein. Gegen den wohl bekanntesten Plattformbetreiber, eBay, sowie gegen einige gewerbliche Verkäufer ist L‘Oréal in Großbritannien vor dem High Court vorgegangen. Da die Entscheidung des High Court von der Auslegung europäischen Rechts abhing, wurden dem EuGH verschiedene Fragen rund um das Vorliegen einer Markenverletzung und den möglichen Umfang gerichtlicher Anordnungen vorgelegt. Darüber hat der EuGH gestern (12.07.2011) entschieden (Rechtssache C-324/09).

Nachdem der BGH zuletzt noch weitere Auflagen für eBay abgelehnt und die Rechteinhaber weitgehend auf ihre eigenen Prüfpflichten verwiesen hatte (Urteil vom 22. 7. 2010 – I ZR 139/08), fordert der EuGH hingegen, Plattformbetreiber stärker in die Pflicht zu nehmen. Der EuGH betont, dass es möglich sein muss, nicht nur aktuelle Verletzungen abzustellen, sondern darüber hinaus den Plattformbetreibern auch vorbeugende Maßnahmen aufzugeben ...

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