Planloser BND

Schwere Sicherheitspanne – oder einfach „ganz normaler“ Behörden-Schlendrian? Heute äußerte sich der Bundesnachrichtendienst in Berlin über einige angeblich verschwundene Pläne seines Neubaus in der Berliner Chauseestrasse. BND-Präsident Ernst Uhrlau gab sich dabei gelassen.

Es gebe keinen Grund zur “Überplanung”, keinen Grund zu Umbauten und erst recht keine Terminverschiebung, sagte Uhrlau. Auch wenn der “Focus” über eine „Sicherheitszentrale“ geschrieben habe, von der Pläne abhanden gekommen sein sollen, so könne es sich bei dem beschriebenen Gebäude nur um die “Technik und Sicherheitszentrale” handeln, die im Nordbereich des Areals geplant werde.

Dort sollen insbesondere ein Parkhaus und die Energiezentrale des Gebäudes entstehen. Dies sei „sicher nicht das Herzstück“ des neuen Gebäudes, so Uhrlau. Auch spreche das Magazin selbst davon, dass die offenbar abhanden gekommenen Pläne die niedrigste Geheimhaltungsstufe „Nur für den Dienstgebrauch“ tragen würden. Dies gelte für jedes Dokument des Neubaus. Für wirklich sensible Bereich würden aber weit strengere Anforderungen (“geheim” oder “strend geheim”) gelten.

Generell seien alle Firmen und ihre Mitarbeiter überprüft worden, bevor sie Pläne erhalten hätten. Besonders am Anfang der Bauphase galt dabei die Devise: Pläne zurückgeben oder vernichten. Aufgrund der Masse und der geringen Aussagekraft der ersten Pläne sei das nicht kontrolliert worden ...

Zum vollständigen Artikel


Cookies helfen bei der Bereitstellung unserer Dienste. Durch die Nutzung erklären Sie sich mit der Cookie-Setzung einverstanden. Mehr OK