Sternekoch, Fingernägel und das Persönlichkeitsrecht

Jeden Dienstag und Freitag ist es so weit. Der Padrone lässt seine Leute zur „Pfötchenkontrolle“ antreten: „Egal wie alt einer ist oder wieviel Kinder er schon gezeugt hat, die Finger müssen vorgezeigt werden“, bekennt Vincent Klink. Der ist zwar nicht nur Koch, sondern auch Musiker, Autor, Verleger diverser kulinarischer Kampfschriften und Bonvivant – gleichwohl mag dieser Umgang mit der Belegschaft seines Restaurants in Stuttgart-Degerloch erstaunen.

Aber nur auf den ersten Blick.

Denn der Mann hat gute Gründe für seine vorgebliche Schrulle, die er online hier und (in schönerem Layout und unter der Überschrift „Verdammte Hügenie“) in der aktuellen Ausgabe von „Häuptling eigener Herd“ ausbreitet. Kurz gesagt: Bereits Klinks hygienefanatischer Vater schwor neben der Trias „Wasser-Seife-Handtuch“ zu Präventionszwecken vor allem auf extrem kurze Fingernägel. Klink setzt dieses Konzept auch weiterhin konsequent um und wundert sich über die entgegenstehende Praxis:

„Es gibt alle erdenkliche Hygienevorsorge, vom Fingernägelschneiden redet niemand ...

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