Kiener-Prozess: "Notgroschen" und ein spätes Geständnis

Tut sich etwas im Mammut-Prozess gegen den Aschaffenburger Hedgefonds-Manager Helmut Kiener? Über vier Monate dauert der Prozess gegen den Mann, der seit Oktober 2009 in Untersuchungshaft sitzt und der am 19. Juni hinter Gittern seinen 52. Geburtstag beging. Am Freitag fand der mittlerweile 21. Verhandlungstag statt, und noch scheint kein Ende in Sicht zu sein. Immerhin hat Verteidiger Achim Groepper (Frankfurt) für den kommenden Dienstag eine halbstündige Erklärung seines Mandanten angekündigt.

Dass er Kontoauszüge und Finanzstatements gefälscht hat, um über die Verluste seiner Fonds hinwegzutäuschen, das hat Helmut Kiener schon vor Wochen gestanden. Genauso lange warten die 5. Strafkammer des Würzburger Landgerichts, Staatsanwalt Martin Gallhoff und auch die Prozessbeobachter darauf, dass der 52-Jährige endlich seine Ankündigung wahr macht und erklärt, auf welche Weise und vor allem mit welchem Geld er sich an der Schadenswiedergutmachung von gut 5.000 Anlegern und drei internationalen Großbanken beteiligen will.

Der Kriminalpolizei ist es gelungen, insgesamt rund 1,8 Millionen Euro auf Konten von Kiener, seiner Ehefrau, seiner beiden Töchter und von Strohmännern sicherzustellen. Kein wirklicher Trost für die vielen Geschädigten: Laut Anklage hat Kiener ihnen Verluste in Höhe von rund 345 Millionen Euro beschert ...

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