Deutschland auf dem Weg in die Popup-Hölle

Die Kollegen Stadler und Ferner weisen (wiederholt) auf die geplante Umsetzung der Cookie-Richtlinie hin. Der Gesetzesentwurf (PDF) wurde vom Bundesrat beschlossen und der Bundesregierung für eine Stellungnahme zugeleitet. Hauptanliegen des Gesetzesentwurfs ist die Verschärfung des Datenschutzes bei sozialen Netzwerken. Gegenstand der Änderung ist daher insbesondere § 13 TMG.

In einem neuen Absatz 8 wird fast Wort gleich die Passage der Richtlinie übernommen. Die Gesetzesbegründung verweist lediglich auf die Umsetzung der Richtlinie. Im Gegensatz zu den anderen Änderungen ist das ein Hinweis, dass sich mit dem Inhalt dieser Vorschrift keiner wirklich auseinandergesetzt hat. Es muss ja schließlich umgesetzt werden. Die Folge: Das Internet wird in Deutschland (und Europa) zur Popup-Hölle, denn anders wird der Einsatz von Cookies kaum noch möglich sein. § 13 Abs. 8 TMG-E verlangt, dass der Nutzer vor jedem Speichern von Daten auf einem Endgerät des Nutzers hierüber informiert werden muss und nur mit Einwilligung erfolgen darf. Das gleiche gilt natürlich auch bei dem Zugriff auf gespeicherte Daten.

Dies betrifft insbesondere die derzeit weit verbreiteten Cookies, aber wie Kollege Ferner zu Recht darauf hinweist, letztlich sämtlichen Datenzugriff eines Telemediendienstes auf das jeweilige Gerät. Wie die Richtlinie sieht auch § 13 Abs. 8 TMG-E eine Ausnahme von der Hinweis- und Einwilligungspflicht. Dies betrifft zum einen den Empfang von Nachrichten ...

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