LSG Baden-Württemberg: Sturz wegen Schwindelanfalls nicht unfallversichert

Nicht jeder Unfall bei der Arbeit oder in der Schule steht unter dem Schutz der gesetzlichen Unfallversicherung. Beruht der Unfall ausschließlich auf eine gesundheitliche Störung im Körperinnern, liegt in der Regel kein Arbeitsunfall vor, entschied das Landessozialgericht (LSG) Baden-Württemberg in einem am Dienstag, 05.07.2011, veröffentlichten Urteil (AZ: L 10 U 1533/10). Damit wiesen die Stuttgarter Richter die Klage eines Berufsschülers aus dem Raum Reutlingen zurück.

Dem Schüler war kurz vor Unterrichtsbeginn schwindelig geworden. Als er sich im Waschraum der Schultoilette erfrischen wollte, erlitt er einen Kreislaufkollaps. Dabei schlug er mit dem Kopf auf das Waschbecken auf. Der Schüler erlitt eine Platzwunde und verlor einen Zahn. Für die notwendig gewordene zahnmedizinische Behandlung zahlte er einen Eigenanteil in Höhe von rund 440,00 Euro.

Das Geld wollte sich der Berufsschüler von der gesetzlichen Unfallversicherung wieder zurückholen. Sein Sturz sei schließlich als Arbeitsunfall zu werten. Sowohl der Unfallversicherungsträger als auch das Sozialgericht Reutlingen vertraten die Auffassung, dass der Besuch der Schultoilette in der Regel nicht zur versicherten Tätigkeit gehört ...

Zum vollständigen Artikel


Cookies helfen bei der Bereitstellung unserer Dienste. Durch die Nutzung erklären Sie sich mit der Cookie-Setzung einverstanden. Mehr OK