Abmahn-Tsunami

Das Handelsblatt berichtet in der Rubrik "Streitfall des Tages" häufig über Verbraucherthemen. Heute geht es um ein Thema, das seit Jahren Schlagzeilen macht - aber offenbar noch nicht genug, als dass das Handelsblatt es als "alten Hut" und nicht erwähnenswert erachten würde. Die Rede ist von Filesharing, auch unter dem Schlagwort Tauschbörse bekannt. Neues wird in dem Bericht eigentlich nicht erzählt. Dass es Inhaber von Internetanschlüssen trifft, die noch nie ein Filesharingprogramm genutzt haben. Dass auch Nutzer solcher Software oft nicht wissen, dass sie nicht nur Lieder, Musikalben, Filme oder Hörbücher herunterladen, sondern dass sie sie gleichzeitig auch wieder anderen Nutzern anbieten (was ihnen dann auch mithilfe einer Abmahnung vorgeworfen wird). Und dass es sehr teuer werden kann. Der Artikel zitiert eine Rechtsexpertin der Verbraucherzentrale Hamburg mit den Worten
"Das Vergehen steht häufig in keiner Relation zu den Kosten, die der Verbraucher zahlen soll."
Auch fällt der bildhafte Begriff "Abmahn-Tsunami", der auch mit Zahlen unterfüttert wird.
Dazu muss man wissen, auf der Suche nach dem Raubkopierer, Filesharer, Urheberrechtsverletzer finden die darauf spezialisierten Unternehmen nicht deren Namen, sondern nur die IP-Adresse ihres Computers. Eine Art "Postadresse" für den PC, damit dieser sich mit anderen PCs austauschen kann und von diesen im Netz gefunden wird. Die sieht beispielsweise so aus: 195.214.51.255. Damit kann man erst einmal nichts anfangen. Darum wird zunächst geschaut, welcher Provider die IP-Adresse zur Verfügung gestellt hat. Und dann geht man dort zu Gericht - für den Provider T-Online ist das beispielsweise das Landgericht in Köln -, und legt die Listen der kriminellen IP-Adressen vor. Das Gericht prüft die Vorwürfe und verpflichtet dann den Provider, die für die IP-Adresse gespeicherten Adressdaten herauszugeben ...
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