Nigeria-Connection ist out – Internet-Kleinanzeigenbetrug im Vormarsch

Da kommt ein Mandant zu mir mit folgender Story: Er hat ein Mopped mit VB 1.100 zum Kauf auf einer der passenden Internetplattformen eingestellt. Darauf meldet sich ein Interessent, angeblich aus Schottland, per Mail. Er kommuniziert mal in schauderhaftem Deutsch, mal in etwa gleichschlechtem Englisch. Zeit hätte er nicht, auf den Fotos gefällt ihm das Ding usw. Man einigt sich nach zwei Mails auf EUR 900. Darüber und über die Speditionskosten will er einen Bankscheck schicken. Nach Gutschrift soll der Mandant die Spedition anrufen und gut. Klingt prima, endlich das Mopped verkauft und die Kohle in der Hand. An der Stelle kommt der Mandant und fragt mich, ob das ok ist. Ich habe dringend abgeraten. Warum? Klingt zunächst simpel, sicher und verlockend. Problem ist aber, dass bei Auslandsschecks nicht die deutschen Fristen gelten. Über geplatzte Auslandsschecks wird man von den Banken erst informiert, wenn das Mopped schon lange über alle Berge ist. Und dann wird der so schön gutgeschriebene und sicher geglaubte Betrag wieder rückbelastet, denn die Gutschrift erfolgt immer nur unter Vorbehalt des Geldeingangs aus dem Scheck. Die aus meiner Sicht einzige Möglichkeit, wenn überhaupt: Vorkasse per Überweisung verlangen. Das wird vermutlich abgelehnt ...

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