Urlaubsanspruch bei ruhendem Arbeitsverhältnis?

In einer aktuellen Entscheidung gelangte das Landesarbeitsgericht zu der Ansicht, dass bei einem ruhenden Arbeitsverhältnis für die Dauer des Ruhens keine Urlaubsansprüche und damit auch keine Urlaubsabgeltungsansprüche entstehen, da die wechselseitigen Hauptleistungspflichten suspendiert sind (Arbeitnehmer muss nicht arbeiten; Arbeitgeber muss nicht zahlen).

Geklagt hatte ein im öffentlichen Dienst tätiger Arbeitnehmer, der seit April 2007 arbeitsunfähig war. Im April 2009 endete das Arbeitsverhältnis aufgrund der vollen Erwerbsminderung des Arbeitnehmers. Während dieser Zeit hatte das Arbeitsverhältnis gemäß des einschlägigen Tarifvertrags des öffentlichen Rechts (TVöD) geruht. Für das Jahr 2007 hatte der Arbeitgeber 25 Urlaubstage auf den Tarifurlaub sowie 3 Tage Zusatzurlaub abgegolten. Der Arbeitnehmer vertrat jedoch die Auffassung, der Arbeitgeber sei für 2008 und 2009 zur Abgeltung weiterer 53 Tage Urlaub verpflichtet ...

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