OLG Nürnberg: Ein "One-Night-Stand" führt unter Umständen zu einem besseren Unterhaltsanspruch als eine Heirat!

Kaum zu glauben, aber doch konsequent: Der Unterhaltsanspruch der nichtehelichen Mutter ist - anders als bei der ehelichen Mutter - nicht verwirkt, wenn sie eine verfestigten Lebensgemeinschaft mit einem neuen Partner eingeht. § 1579 Nr 2. BGB ist auf den Unterhaltsanspruch der nicht ehelichen Mutter nicht entsprechend anwendbar. Zu diesem erstaunlichen, aber folgerichtigen Ergebnis kommt das OLG Nürnberg (Urteil vom 26.08.2010, Az. 10 UF 702/10 = FamRZ 2011, 735). Die nichteheliche Mutter hatte zunächst mehrere Jahre mit dem Vater des gemeinsamen Kindes zusammengelebt, sich dann jedoch getrennt und war sechs Monate später mit einem neuen Partner zusammengezogen. Aus dieser Verbindung bekam sie ein Jahr später ein weiteres Kind. Der Vater des ersten Kindes wandte ein, der Unterhaltsanspruch nach § 1615 l BGB sei entsprechend § 1579 Nr. 2. BGB verwirkt. Das OLG Nürnberg wies daraufhin, dass Grundgedanke des § 1579 Nr. 2 BGB sei, dass sich der mit einem neuen Lebensgefährten zusammen wohnende Ehegatten aus der nachehelichen Solidarität verabschiedet habe ...Zum vollständigen Artikel


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