Es geht nicht um die Wahrheit

Wirklich nicht. Das mag jetzt zwar hart klingen, aber es ist wahr. Dem Verteidiger vor Gericht darf es gar nicht um die Wahrheit gehen. Die Wahrheit mag den Verteidiger zwar interessieren, aber allenfalls rein persönlich, nicht beruflich. Es ist sogar noch dramatischer: Wem es als Verteidiger darum geht, die Wahrheit in einem Prozess herauszufinden, hat mutmaßlich seinen Job verfehlt.

Der Richter hat die Wahrheit herauszufinden. Die Staatsanwaltschaft (eigentlich) auch. Letztere legt ihre Rolle aber -mit Ausnahme von guten Staatsanwälten- auch mal falsch aus und ermittelt nur in die eine, nämlich in die verurteilende Richtung. Der Verteidiger hingegen muss knallhart parteiisch sein. Ihm darf es nur darum gehen, den Angeklagten mit allen Mitteln, die die Verfahrensordnung erlaubt, vor einer Bestrafung zu schützen. Selbst, wenn der Angeklagte in Wahrheit der Täter ist. Ganz egal ...

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