Schwule Klagewelle

Diskriminierungen wegen Homosexualität haben bislang in der Gerichtspraxis zum AGG keine erhebliche Rolle gespielt – Ethnien, Geschlechter und Alter waren die beherrschenden Themen.

In Köln geht es jetzt dafür richtig zur Sache. 95 Seiten Klageschrift sehen schon einmal nach etwas aus. Nicht nach wenig Substanz jedenfalls. Aber die Summe: Zwei Millionen EUR. Der abgelehnte Gütevorschlag der Richterin: Immerhin 65.000,00 EUR. Vor ein paar Jahren hat man so eine Summe für keinen Schmerz der Welt bekommen. Ist das gut? Im Prinzip: Ja. Zwei Millionen Euro sind aber eine ganze Nummer zu hoch. Der Verlust eines nahen Angehörigen wird mit niedrigeren (sicher: zu niedrigen) Schmerzensgeldern bedacht. Aber vielleicht trägt die „litigation“-Kultur aus den USA (überhöhte Forderung, hohes settlement) dazu bei, das AGG wieder auf die Tagesordnung zu setzen. Trotz aller Schulungen scheint es in den Betrieben nämlich immer noch nicht wirklich angekommen zu sein. Außerdem bleibt bei derart unrealistisch hohen, in der Presse geschickt lancierten Schadensersatzforderungen immer der Beigeschmack anwaltlicher Werbung ...

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