Gedanken zum Wochenende - Gebührenrecht - "Wer klagt ist selber schuld"

Wir Anwälte sind ja bekanntlich als streitsüchtig verschrieen. Und in der Vergangenheit hatte das auch etwas für sich. Denn wer sich nicht lange mit außergerichtlicher Korrespondenz aufhielt sondern schnell klagte, verdiente auch schnell mehr Geld. Das allerdings gehört - vor allem aufgrund der aktuellen Rechtsprechung zum Gebührenrecht - nun der Vergangenheit an. Ab jetzt und für die Zukunft gilt immer stärker die Devise: Wer klagt, ist selber schuld: Früher (und zwar auch noch nach der Einführung des RVG, das ja die Bereitschaft der Anwälte zur prozessfernen Streitbeilegung fördern sollte) war die rechnerische Gegenüberstellung in ganz einfach: Wer eine Sache ohne Prozess aus der Welt schafft, verdient 1,3 VV 2300 + 1,5 VV 1000 = 2,8. Wer frühzeitig das Gericht belästigt, kommt auf 1,3 VV 2300 + (1,3 VV 3100 ./. 0,65 VV 2300 = ) 0,65 VV 3100 + 1,2 VV 3104 + 1,0 VV 1003 = 4,15. Das machte das Klagen natürlich attraktiv. Inzwischen haben sich aber einige Dinge geändert. Zunächst hat der BGH bei VV 2300 die Kappungsgrenze kassiert (Näheres vergleiche hier), so dass der Anwalt unangreifbar - natürlich nur bei Vorliegen der entsprechenden Voraussetzungen - die 1,5 Gebühr nach VV 2300 verlangen kann ...Zum vollständigen Artikel

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