Schutzgeld 2.0: BKA warnt vor digitaler Erpressung

Das Bundeskriminalamt hat in Berlin gestern mit dem Bundeslagebild Cybercrime 2010 die aktuellen Zahlen zur Computerkriminalität in Deutschland veröffentlicht.

Cyberkrime steigt in allen Bereichen

Das Ergebnis des Lagebildes verheißt nichts Gutes. Zusammengefasst lässt sich hervorheben:

In rund 7 Millionen Fällen wurden Zugangsdaten ausspioniert. Laut Polizeilicher Kriminalstatistik (PKS) belaufen sich die Schäden durch Cybercrime auf rund 61,50 Millionen Euro. Das bedeutet einen Anstieg gegenüber dem Vorjahr (Bundeslagebild IuK-Kriminalität 2009) um mehr als 66%. Beim Phishing im Zusammenhang mit Onlinebanking stiegen die registrierten Fälle zum Vorjahr gar um mehr als 82%. Cyberkriminelle sind bestens vernetzt

Der Bericht stellt auch fest, dass es sich im Bereich des Cybercrime nicht mehr um wenige hochspezialisierte Straftäter, sondern um Kriminelle handelt, die überwiegend auf internationaler Ebene arbeitsteilig zusammenwirken. Dies zeige sich auch darin, dass die Täter von heute nicht mehr nur selbst Straftaten im eigentlichen Sinne begehen, sondern vielmehr auch die zur Begehung von Straftaten erforderlichen Schadprogramme oder gar komplette kriminelle Infrastrukturen in den einschlägigen Foren der Underground Economy global zum Kauf oder zur Miete anbieten.

Schutzgeld 2.0

Das Thema „Digitale Erpressung“ steht beim BKA ebenfalls im Fokus. Hierbei benutzt die Täterseite entweder gestohlene Daten oder durch Infizierungen von Rechnern erworbene Zugriffsberechtigungen zur Durchsetzung von „Lösegeldforderungen“. Jeder Teilnehmer der digitalen Welt, unabhängig ob Privatperson oder Unternehmen, ist hier potenzielles Erpressungsopfer ...

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