einen hab ich noch

Gutachter können einem Anwalt richtig den Tag versauen. Vor allem, wenn diese weder Zeit, noch Lust noch sonstiges haben. Der Prozess dauert gefühlt 22 Jahre, die Akte setzt Schimmel an, der Mandant schwankt zwischen sauer und Verzweiflung. In einem Verfahren des Sozialgerichts Düsseldorf kam es zu einer besonders unangenehmen Variante des "109er-Gutachters": Da dem Kläger die Ergebnisse der gerichtlichen Begutachtung nicht gefiel, beantragte er eigene Gutachter - soweit, so normal. Der Anwalt des Klägers hatte zunächst beantragt, den behandelnden Arzt zu benennen (was allgemein nur ausnahmsweise Erfolg bringt). Als das Gericht davon abriet, zog der Klägervertreter einen Joker nach dem anderen:
Der Kläger hat sodann am 11. Februar 2011 beantragt, Herrn S2 als Sachverständigen nach § 109 SGG zu beauftragen. S2 hat dem Gericht mit Schreiben vom 21. Februar 2011 mitgeteilt, dass er aktuell und bis auf Weiteres im Jahre 2011 aus zeitlichen bzw. terminlichen Gründen nicht zur Verfügung stehe. Der Kläger hat sodann am 15. März 2011 beantragt, I als Sachverständigen nach § 109 SGG zu beauftragen. I hat am 23. März 2011 dem Gericht schriftlich mitgeteilt, dass er keine Gutachten fertige. Der Kläger hat weiterhin am 5. April 2011 E als zu beauftragenden Sachverständigen nach § 109 SGG benannt. E hat 14 ...
Zum vollständigen Artikel

Cookies helfen bei der Bereitstellung unserer Dienste. Durch die Nutzung erklären Sie sich mit der Cookie-Setzung einverstanden. Mehr dazu. OK