Ehegattenunterhalt: Weniger Unterhalt durch Ausweitung des Umgangsrechts

BGH, Urteil vom 01.06.2011, XII ZR 45/09

Die geschiedenen Eheleute waren nur kurz miteinander verheiratet (Jahre 2004-2008). Sie haben einen gemeinsamen Sohn, der im Jahr 2005 geboren wurde. Das Kind lebt bei der geschiedenen Ehefrau und wird befindet sich während der Woche von 7.30 Uhr bis 16.30 Uhr im Kindergarten. Der geschiedene Ehemann lebt bereits im vorzeitigen Ruhestand. Er kümmert sich nach der bisherigen Umgangsregelung jeden Mittwochnachmittag und an den Wochenenden um seinen Sohn.

Die geschiedene Ehefrau verlangt Ehegattenunterhalt. Sie vertritt die Auffassung, maximal 25 Stunden pro Woche eine Erwerbstätigkeit ausüben zu können, da das Kind bei ihr lebe und entsprechender Betreuung bedürfe. Dieses sieht der geschiedene Ehegattte anders. Er möchte sein Umgangsrecht deutlich ausweiten und meint daher, dass seine Ex-Frau dann auch vollschichtig arbeiten könne.

In erster Instanz verlor die Frau das Unterhaltsverfahren. Das dann zuständige OLG verurteilte den Ex-Mann indes zu einem laufenden Ehegattenunterhalt in Höhe von monatlich 1 ...

Zum vollständigen Artikel


Cookies helfen bei der Bereitstellung unserer Dienste. Durch die Nutzung erklären Sie sich mit der Cookie-Setzung einverstanden. Mehr OK