Nebenklägerbeistand; § 397a StPO

Das Oberlandesgericht Düsseldorf hat zu der Frage Stellung genommen, ob bei einer schweren Gesundheitsschädigung eine dauernde Beeinträchtigung der körperliche Unversehrtheit erforderlich ist, damit der Nebenkläger das Recht hat, einen Anwalt als Beistand beigeordnet zu bekommen.

„Die Voraussetzungen für die Bestellung eines anwaltlichen Beistands für den Nebenkläger gem. § 397a Absatz I Nr. 3 StPO (in Kraft seit dem 1. 10. 2009) liegen vor. Nach dieser Vorschrift ist die Bestellung eines Rechtsanwalts für solche Verletzte der dort bezeichneten Straftaten - hier § 250 StGB - eröffnet, bei denen die Tat zu schweren körperlichen oder seelischen Schäden geführt hat oder voraussichtlich führen wird.

Das ist hier der Fall, da der Nebenkläger in körperlicher Hinsicht eine Mittelgesichtsfraktur, also eine schwere bzw. erhebliche Gesundheitsschädigung erlitten hat, die operativ mittels Miniplattenosteosynthese versorgt werden musste ...

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