DGB-Bildungsstätten: Schließung und Kündigungen nun unabwendbar

Jetzt wird es ernst für Sasel und für Niederpöcking. Letzten Herbst kündigte das DGB Bildungswerk an, seine beiden renommierten Bildungsstätten in der Nähe von Hamburg und München zu schließen. Seit 1974 konzentriert die Gewerkschaft hier ihre Betriebsrätequalifizierung. Die Kosten seien zu hoch, so die Begründung. Ein Sturm der Empörung brach aus, der Betriebsrat Blog berichtete.

Anschließend begannen im Februar 2011 die Interessenausgleichsverhandlungen zwischen dem Gesamtbetriebsrat (GBR) und der Geschäftsführung des DGB Bildungswerks. Mitte März erklärte Bildungswerk-Geschäftsführer Dieter Eich die Verhandlungen einseitig für gescheitert. Begründung: Die Zukunft des Bildungswerkes könne nur mit der Schließung der Tagungszentren gesichert werden (Info des GBR dazu zum downloaden als pdf-Datei).

Im April kam es in Sasel zu einer spontanen Demonstration von Beschäftigten und anwesenden Schulungsteilnehmern, die vor dem Hamburger Gewerkschaftshaus endete und über die das Hamburger Abendblatt berichtete. Verfahren vor mehreren Arbeitsgerichten wurden eingeleitet, laut Spiegel verklagten sich GBR und Geschäftsleitung dabei gegenseitig. DGB-Vorstand Ingrid Sehrbrock, die Vorsitzende des Bildungswerks, scheint vor dem Rücktritt gestanden zu haben. Gleichzeitig wurden in Hamburg und München Einigungsstellen eingerichtet

In einer Stellungnahme der Geschäftsleitung Mitte Mai 2011 stellte Geschäftsführer Eich nochmals die Gründe für die Schließung dar: Die nicht dem DGB gehörende Bildungsstätte in Sasel müsste für mehrere Millionen Euro renoviert werden, was als nicht rentabel gilt ...

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