Während der Elternzeit kann die Arbeitszeit höchstens zweimal verringert werden

Nach § 15 Abs. 6 BEEG kann der Arbeitnehmer gegenüber dem Arbeitgeber, soweit eine Einigung über die Verringerung der Arbeitszeit und deren Ausgestaltung nicht möglich ist, während der Gesamtdauer der Elternzeit zweimal eine Verringerung seiner Arbeitszeit beanspruchen.

Auch bei vorherigem Einvernehmen besteht auf eine dritte Teilzeitregelung kein Anspruch

Nach einem jetzt veröffentlichten Urteil des Landesarbeitsgerichts Hamburg zählen bei hierbei auch zuvor einvernehmlich gefundene Teilzeitregelungen mit. Zudem liegt nach Überzeugung des Gerichts eine Verringerung der Arbeitszeit auch vor, wenn das erneute Teilzeitverlangen gegenüber der vorherigen Regelung vom Umfang her gleich bleibt oder gar mehr Stunden betrifft, da auf die reguläre Arbeitszeit vor der Elternzeit abzustellen sei. Schließlich zählten verschiedene Teilzeitverlangen jede für sich auch dann, wenn sie in einem einheitlichen Antrag gestellt wurden (LAG Hamburg, Urt. vom 18.05.2011 - 5 Sa 93/10).

Die Beklagte ist ein technisches Beratungsunternehmen mit mehr als 900 Mitarbeitern in Hamburg. Die 1968 geborene Klägerin ist seit 2006 dort beschäftigt. Als Personalreferentin ist sie u.a ...

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