Über das Schicksal der GABi Gas wird in Brüssel entschieden

(c) CFalk / PIXELIO (www.pixelio.de)

Das Ausgleichs- und Bilanzierungssystem im Gassektor steht möglicherweise vor einer tiefgreifenden Umwälzung. Daran ist nicht so sehr die Bundesnetzagentur (BNetzA) schuld: Die hat zwar Änderungen an den Grundregeln der Ausgleichs- und Bilanzierungsregeln (GABi Gas) angekündigt und ein entsprechendes Verfahren eröffnet. Aber das sind nur marginale „Nachbesserungen“. Grundlegende Eingriffe drohen von anderer Seite: aus Brüssel.

Keine Großreform aus Bonn

Die BNetzA plant im Wesentlichen kleinere Systemkorrekturen, die zum 1.10.2011 und damit mit der neuen Kooperationsvereinbarung (“KoV IV”) in Kraft treten sollen. Beispiele sind die Einführung einer 5-%-Toleranz für bestimmte Lieferstellen (leistungsgemessene “RLM”-Kunden) oder die Ausweitung der Regelenergieumlage auf Kunden ohne Toleranz (“RLMoT”) sowie auf Marktgebiets- und Grenzübergangspunkte.

Die BNetzA sieht in ihrem Monitoring-Bericht vom 1.4.2011 derzeit keine Notwendigkeit für eine grundlegende Reform der GABi Gas. Verwerfungen im Regelenergiemarkt, die zu einer generellen Korrektur der Rahmenbedingungen führen würden, seien nicht zu erkennen. Beiläufig erwähnt die Behörde aber, dass die europäischen Bilanzierungsregeln durch eine einheitliche EU-Rahmenleitlinie harmonisiert werden sollen.

Schicksalsfrage GABi Gas

Hinter diesem eher lapidaren Hinweis steht nichts weniger als das Schicksal der GABi Gas. Über dieses entscheidet nämlich nicht die BNetzA, sondern der neue europäische Regulierer Agency for the Cooperation of Energy Regulators (ACER).

ACER hat Mitte April (12.4.2011) einen Entwurf für eine Rahmenleitlinie zur europäischen Gasbilanzierung zur Konsultation gestellt ...

Zum vollständigen Artikel


Cookies helfen bei der Bereitstellung unserer Dienste. Durch die Nutzung erklären Sie sich mit der Cookie-Setzung einverstanden. Mehr OK