Strohfrau im Zeitdruck

“Wissen Sie, ich bin Strohfrau, aber sagen Sie besser blöde Kuh zu mir.” erzählt mir Frau B. in gebrochenem Deutsch. Sie lächelt gequält.

Niemals im Leben würde mir einfallen, grundlos zu jemanden blöde Kuh zu sagen ;).

“Wir sind jetzt seit über 30 Jahren verheiratet, aber wir leben nicht mehr zusammen. Was sollte ich denn anderes tun, als das Gewerbe auf mich anzumelden.” Frau B. seufzt. Seit vielen Jahren war ihr Mann als Scheinselbständiger Subunternehmer für eine Fensterbaufirma tätig. Irgendwas ist schiefgelaufen im Jahr 2008. Deswegen mußte Herr B., 59 Jahre, Insolvenz anmelden. Bzw. es ist ein wenig nachgeholfen worden seitens eines Gläubigers.

Sie habe sich dann bequatschen lassen. Das Unternehmen haben sie dann offiziell weitergeführt. Der Insolvenzverwalter ihres Mannes habe gesagt, “Mann nix mehr machen, verboten.”

Frau B. hat leider vergessen, die Arbeitnehmeranteile für die Krankenkasse ihres Angestellten - Herr B. - zu bezahlen. Nun stellte der gleiche Gläubiger wie bei ihrem Mann Insolvenzantrag gegen Frau B ...

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