Es muss nicht immer Blut sein

Die Ehefrau ist gestorben. Ehemann und die in der Ehe geborene (volljährige)Tochter streiten um Erb- bzw. Pflichtteilsansprüche.

Er eröffnet einen Nebenkriegsschauplatz und begehrt gemäß §1598 a BGB zur Klärung ihrer leiblichen Abstammung von ihm die Einwilligung der mutmaßlichen Tochter in eine genetische Abstammungsuntersuchung zu ersetzen und die Tochter zu verpflichten, die Entnahme einer Blutprobe zu dulden.

Sie schreit Rechtsmissbrauch, und im Übrigen werde der Antragsteller massiv beeinflusst von seiner polnisch-stämmigen Lebensgefährtin, einer früheren Angestellten, die er zudem zu adoptieren gedenke. Dies ergebe sich aus den Akten eines anderweitigen Verfahrens vor dem Amtsgericht München. Auch dem stehe seine leibliche Tochter wohl im Wege.

Das AG gibt dem Antrag statt.

Die Beschwerde blieb überwiegend erfolglos.

Der Anspruch aus § 1598 a BGB sei nach der amtlichen Begründung des Regierungsentwurfs (BT-Drucks. 16/6561, S. 12) bewusst niederschwellig ausgestaltet. Er gelte unbefristet und sei an keine besonderen Voraussetzungen gebunden ...

Zum vollständigen Artikel


Cookies helfen bei der Bereitstellung unserer Dienste. Durch die Nutzung erklären Sie sich mit der Cookie-Setzung einverstanden. Mehr OK