Tagesordnung einer Gemeinderatssitzung

Einzelne Mitglieder eines Stadtratsausschusses haben nach der sächsischen Gemeindeordnung keinen Anspruch darauf, dass bei Sitzungen bestimmte Tagesordnungspunkte auch inhaltlich behandelt werden.

In einem jetzt vom Verwaltungsgericht Dresden entschiedenen Sachverhalt sind die drei Antragsteller Stadträte der Landeshauptstadt Dresden und gehören einem aus 11 Stadträten bestehenden und mit Beschluss des Stadtrates vom 10. Dezember 2009 eingesetzten zeitweiligen beratenden Ausschuss zur Untersuchung der öffentlichen Vorwürfe im Zusammenhang mit der Verlängerung des Mietvertrages für das Technische Rathaus auf der Hamburger Straße an. Mit ihrem Antrag an das Verwaltungsgericht Dresden strebten sie an, dass der Ausschuss unverzüglich eine Sitzung einberuft und dort u.a. die Befragung eines Beigeordneten vorbereitet. Die gewünschten Punkte standen bereits auf der Tagesordnung des Ausschusses, die Mehrheit im Ausschuss hatte diese jedoch stets vertagt. Die Antragsteller waren der Meinung, ihnen stehe ein Recht darauf zu, dass diese Punkte im Ausschuss auch inhaltlich diskutiert würden und sie sich dort zur Sache äußern können.

Das Verwaltungsgericht Dresden folgte dieser Auffassung jedoch nicht ...

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