Fristlose Kündigung ausnahmsweise auch ohne Verschulden möglich

Dass auch schuldlose Pflichtverletzungen des Arbeitnehmers ausnahmsweise einen wichtigen Grund zur verhaltensbedingten Arbeitgeberkündigung darstellen können, hat das BAG bereits mehrfach, zuletzt im Jahre 1999, entschieden (BAG, Urt. vom 21.01.1999 - 2 AZR 665/98, NZA 1999, 863). Seinerzeit hatte der - wohl psychisch kranke - Arbeitnehmer seinem Arbeitgeber und seinen Kollegen in einem Brief unter anderem vorgeworfen, er sei jahrelang täglich systematisch belogen, betrogen, gezwungen, erpresst, schikaniert, misshandelt, beleidigt, diskriminiert und bedroht worden; er werde wie der letzte Verbrecher, Sklave oder Diener behandelt und beabsichtige, seine Briefe an obere Organe, Presse, Organisationen usw. zu schicken. Daraufhin war er mit Zustimmung der Hauptfürsorgestelle (heute: Integrationsamt) fristlos entlassen worden ...

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