Vorschriften über den legalen Schwangerschaftsabbruch werden nicht angewendet

Nach dem Urteil des EGMR im Fall Alicja Tysiac wurde in Polen eine Regelung beschlossen, welche es den schwangeren Frauen ermöglicht, Widerspruch gegen die negative Schwangerschaftsabbruchsentscheidung des Arztes einzulegen. Zwar existiert somit formell eine Möglichkeit des Widerspruchs, doch nach inzwischen zwei Jahren der Geltungsdauer dieser Vorschrift gab es bis heute keinen einzigen Fall, in dem sie in der Praxis zur Anwendung käme. Experten sprechen daher von „unrealistischen Prozeduren“, welche keine wirkliche Verbesserung der Situation der schwangeren Frauen mit sich brachten. Zwar erlaubt die polnische Regelung einen legalen Schwangerschaftsabbruch aus gesundheitlichen Gründen, doch bleiben diese Vorschriften in der Praxis unanwendbar, weil sich die polnischen Ärzte unter Berufung auf moralische Gründe überwiegend weigern, solche Schwangerschaftsabbrüche aus den genannten Gründen vorzunehmen ...Zum vollständigen Artikel

Cookies helfen bei der Bereitstellung unserer Dienste. Durch die Nutzung erklären Sie sich mit der Cookie-Setzung einverstanden. Mehr OK