LAG Sachsen Anhalt 20.06.11: Prozess um die fristlose Kündigung eines Lehrers wegen des Schlagens einer Schülerin geht weitere; Vergleich widerrufen

In dem Berufungsverfahren gegen die fristlose Kündigung vom 08.03.2010 hatte das LAG im Mai 2011 verhandelt und Zeugen gehört. Am Ende der Verhandlung schlossen die Parteien einen widerruflichen Vergleich, wonach das Arbeitsverhältnis zunächst auf der Grundlage der fristlosen Kündigung sein Ende gefunden hatte, der Kläger jedoch – nach einer Unterbrechung von rd. 1 ¼ Jahren – ab dem 01.07.2011 wieder eingestellt werden sollte. Die Vergleich wurde von beiden Parteien widerrufen.

Bedenkt man, dass der Vergleich auf Vorschlags des Gerichts zustande kam, ist zu erwarten, dass das Land nach der durchgeführten Beweisaufnahme und nach den Einlassungen des Klägers, der den Vorwurf des Schlages zugegeben und mit einer Reflexbewegung erklärt hatte, verlieren und die Kündigungen auch in 2. Instanz keinen Bestand haben werden.mitgeteilt von Rechtsanwalt Marcus Bodem Fachanwalt für Arbeitsrecht Berlin nach der Pressemitteilung des LAG Sachsen-Anhalt vom 20.06.2011

Der Fall Mit seinen am 05.10.2010 verkündeten Urteilen hatte das Arbeitsgericht Magdeburg den Kündigungsschutzklagen des Lehrers L. gegen das Land Sachsen-Anhalt stattgegeben. Dem Lehrer war von seinem Arbeitgeber vorgeworfen worden, eine Schülerin geschlagen zu haben ...

Zum vollständigen Artikel

Cookies helfen bei der Bereitstellung unserer Dienste. Durch die Nutzung erklären Sie sich mit der Cookie-Setzung einverstanden. Mehr OK