Auswirkungen eines Geschäftsführervertrages auf bestehendes Arbeitsverhältnis

Während nach ständiger Rechtsprechung ein schriftlicher Geschäftsführervertrag stets das bislang bestehende Arbeitsverhältnis aufhebt, hat das Bundesarbeitsgericht nun entschieden, dass ein lediglich mündlicher Geschäftsführervertrag das bereits bestehende Arbeitsverhältnis nicht beendet.

Grundsätzlich sollten Arbeitnehmer den Abschluss eines Geschäftsführervertrages gut durchdenken, denn der schriftliche Abschluss hebt das bestehende Arbeitsverhältnis immer auf. Dies hat den Wegfall des Kündigungsschutzes und die Versperrung des arbeitsgerichtlichen Rechtsweges zu Folge.

Das BAG hatte nun einen Fall zu entscheiden, in dem ein langjähriger kaufmännischer Angestellter einer GmbH zu deren Geschäftsführer berufen wurde, dies jedoch nicht schriftlich festgehalten wurde. Als ihm etwa ein Jahr später gekündigt wurde, erhob er Kündigungsschutzklage vor dem Arbeitsgericht Hamburg.

Dieses erklärte den Rechtsweg zu den Arbeitsgerichten für unzulässig und verwies die Sache an das Landgericht Hamburg (Kammer für Handelssachen) ...

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