40-EURO-Klausel für Rücksendekosten fällt

Am 23. Juni 2011 soll die neue EU-Verbraucher-Richtlinie verabschiedet werden, die den E-Commerce-Handel in Deutschland tiefgreifend verändern wird. Nicht nur Button-Lösung und eine erneute Änderung des Widerrufsrechts werden dann kommen, sondern auch die Kostentragungspflicht bei den Rücksendekosten mit einem Bestellwert von über 40 EURO für den Händler wird fallen und eine neue Online-Shopping-Zeit in Deutschland einleuten.

Der Streit ist so alt, wie das Widerrufsrecht selbst. Anfangs wehrten sich die Unternehmen heftig, die Kosten für die Rücksendung der Ware ab einem Warenwert von 40 EURO tragen zu müssen, da dies massenweise "Spassbesteller" und reine "Testbestellungen" zur Folge hatte und die Ausfälle der Unternehmen enorm waren. Zudem wurde das Verfahren künstlich verkompliziert dadurch, dass, wenn ein Teil der Bestellung beim Kunden verblieb und ein anderer Teil zurückgesendet worden ist, die Kosten der Rücksendung vom Kunden zu tragen waren. Das haben nur wenige Kunden wirklich verstanden.

Zwei Jahre Zeit für die Umsetzung

Alles soll nun anders werden. Die Bundesregierung wird ab dem Juli 2011 zwei Jahre Zeit haben, die Richtlinie umzusetzen. Die Verabschiedung im EU-Parlament gilt als sicher.

Neuordnung der Märkte

Nun wird sich das, was ein vermeintlicher Wettbewerbsnachteil für deutsche Unternehmen zunächst war und sich über die Jahre zu einem festen Bestandteil und vermutlich zum Kern des Erfolgs des Online-Handels in den letzten Jahren entwickelt hatte, ins Gegenteil verkehren ...

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