MoinMoin – Die schnellste Unterlassungserklärung der Welt

Der Abmahn- und Unterlassungswahn im Netz berührt den Arbeitsrechtler meist ja nicht. Für uns ist die Abmahnung – anders als für die Kollegen des Grünen Rechts – einfach immer noch eine Aufforderung an den Vertragspartner, sich endlich an die Regeln zu halten. Gottseidank machen wir auch “Grünes Recht” im eigenen Hause, sonst hätte mir ja der Kopf geschwirrt, als sich Folgendes zutrug:

Am 9.6.2011, also vor eineinhalb Wochen, hatte ich Kopfweh. Es war auch sonst kein so guter Tag. Von dem Haufen Emails, den ich so bekomme, wurde das Kopfweh nicht besser. Die vielbeklagte “corporate” Strategie, jeden Deppen, sogar den eigenen Anwalt, bei jeder noch so irrelevanten Korrespondenz auf cc zu setzen (um dann zu sagen “haben Sie die E-Mail vom…nicht bekommen?”) führt auch hier zu einem Eingangsvolumen von gut 200 Mails am Tag und nein, den Haufen kann man gar nicht sinnvoll bearbeiten.

Echter Spam ist dank unseres Administrators eigentlich nie dabei. Der Filter hält die Penisverlängerungen, Flaggenmasten, *zensiert* usw. zuverlässig draußen.

Am Mittag kam dann eine Mail von einer Firma, die ich nicht kenne, aber natürlich vertreten würde, wenn man mich fragen würde.

Sie hatte den sympathisch-auffälligen Namen “MoinChef”, weshalb man sich ja gleich angesprochen fühlte. MoinMoin GmbH – der Betreiber – hat die Website immer noch (http://www.moinchef.de) und schlecht sieht sie auch nicht aus. Sie hat sogar etwas mit Arbeitsrecht zu tun, weil man da Jobs suchen und Stellenanzeigen aufgeben kann.

Schön, nur haben wir gerade keine Stelle frei. Man wollte mir auch nur andienen, mit meinem Blog dort Partner zu werden, hat allen möglichen Kauderwelsch dazu als Erläuterung angebracht, aus dem ich schon technisch nicht schlau werde; und klar war auch, irgendwie ist das kommerziell ...

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