Erleichterung für Investitionen in Indien

Print Abhalten von Gesellschafterversammlungen und Board-Meetings per Videokonferenz erlaubt

Am 20.05.2011 hat das indische Ministry of Corporate Affairs (MCA) im Wege von sogenannten clarifications mitgeteilt, dass sowohl Gesellschafterversammlungen als auch Board-Meetings auf elektronischem Wege abgehalten werden können. Die clarifications sagen zur Art der Durchführung nicht ausdrücklich, dass die Videokonferenz erlaubt ist, sondern benutzen den Terminus „electronic mode“. Indische Anwälte gehen jedoch davon aus, dass nur die Videokonferenz erlaubt ist und nicht eine bloße Telefonkonferenz.

Wesentliche Änderungen

Das Board of Directors ist das Exekutivorgan der indischen Private Limited, das sowohl die Funktion der Geschäftsführung als auch die eines Aufsichtsrats in sich vereinigt (Mono-Board-System). Das Board of Directors ist daher nicht nur mit der Geschäftsführung einer GmbH oder dem Vorstand einer AG nach deutschem Recht vergleichbar, sondern weist auch Merkmale eines Aufsichtsrats auf. Die Private Company muss mindestens zwei Directors haben. Es gibt keine Beschränkung für die Bestellung von Ausländern als Director; auch ist es nicht erforderlich, dass der ausländische Director einen Wohnsitz in Indien hat. In der Praxis ist die Abhaltung der Board-Meetings ganz besonders für die in Deutschland ansässigen Directors eine lästige Pflicht, die noch mehr Reisetätigkeit mit sich bringt. Nun gibt es durch die Videokonferenzmethode Erleichterung. Allerdings bleibt es dabei, dass mindestens einmal im Jahr ein Director persönlich ein Board-Meeting besuchen muss.

Die Einladung zu dem neuen Board-Meeting by electronic mode muss nun detaillierte Angaben über die Einwahl in die Videokonferenz beinhalten. Dies gilt für Board-Meetings und Gesellschafterversammlungen ...

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