Digitale Sprachverwirrung: WebApps, native Apps und HTML5Apps

Momentan stürzen sich alle auf das Thema WebApps, obwohl viel Ungewissheit darüber besteht, was darunter genau zu verstehen ist. Gelegentlich ist auch von mobilen Apps die Rede, das soll wohl den Gegensatz zu nativen Apps, die auf das Gerät übertragen werden, verdeutlichen. Dass bei dem Thema daher nicht immer Sachverstand waltet, wenn sich darüber ausgelassen wird, zeigt ein aktueller Artikel in der Onlineausgabe der „Welt”.

Dort ergeht sich ein gewisser Merlin Scholz über ein gewisses „Aside“-Magazin, ein digitales Boulevardblatt, wenn man das so sagen kann, das Steve Jobs das fürchten lehren soll . Eine „politische Angelegenheit“ sei das Magazin, so die „Welt”, und es soll darin um Kitesurfen und Sushi gehen, wenn man ihr glauben darf. Auf Anfrage der „Welt” habe es in Cupertino sogar -entgegen aller sonstigen Geschäftspraxis, mag man ironisch bis genervt sagen- geheißen: „Das Kommentieren wir nicht.“ Dieses „Aside“-Magazin also sei die

„erste Web-App für Apples Tablet iPad. Web-App aus Sicht des Nutzers heißt: Die Applikation wird nicht wie so genannte native Apps auf das Endgerät heruntergeladen. Die technische Handhabung der Web-App ist dagegen fast identisch. Man wischt sich mit dem Finger durch die Artikel, dreht man das Tablet-Gerät, dann dreht sich die Darstellung auf dem Bildschirm mit. Der Unterschied ist, dass der User einer Web-App online sein muss, weil er sie direkt aus dem Browser lädt.“

Richtig verstanden hat Scholz das nicht, wie auch der Shitstorm zeigt, der in den Kommentaren zu seinem Artikel auf ihn herniedergeht. Die WebApp ist nämlich wegen HTML5 am Ende des Tages eine profane Website. Das Magazin selbst wird einfach als Bookmark auf der Startseite des iPads abgelegt und wie eine App gestartet. Es sieht also aus wie eine App, ist jedoch keine, sondern wird in Safari wie letztlich jede andere Website angezeigt. Also alles nur heiße Luft?

Nicht ganz ...

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  • Deutsche Webdesigner umgehen den App Store

    welt.de - 1 Leser - Zwei Studenten machen Apple Sorgen: Mit der Auszeichnungssprache HTML5 startet ihr Magazin "Aside" direkt im Browser. So umgehen sie den App Store.

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