Im Zweifel erstmal monieren

Das jedenfalls war die Aussage einer wohl erst frisch in die Zwangsvollstreckungsabteilung gewechselten Rechtspflegerin auf meine Frage, wie es zu der Monierung hinsichtlich meines beantragten Pfändungs- & Überweisungsbeschlusses gekommen sei.

Hintergrund meines Anrufs war, dass die Rechtspflegerin bzw. die Urkundsbeamtin mir zuvor eine Monierung zugeschickt hat mit folgenden Punkten:

1. Der Titel liegt nicht im Original vor

2. Es ist nicht ersichtlich welche Zahlungen der Schuldner geleistet hat.

3. Eine Forderungsaufstellung liegt nicht bei aus der hervorgeht, wie die Zahlungen verrechnet wurden.

Punkt 1 brachte mich zumindest mal etwas zum grübeln. Es könnte ja theoretisch möglich sein, dass versehentlich die Kopie des Titels aus der Akte mitgeschickt wurde, anstatt der Originaltitel. Ein Blick in die Akte zeigte jedoch, dass dem nicht so war. Ich rief daher gestern beim Amtsgericht an, um nachzufragen was für einen Titel die dort haben. Die Urkundsbeamtin schaute in der Akte nach und war sich auch nicht sicher, wie es zu dieser Monierung kommen konnte. Also stellte sie mich zur Rechtspflegerin durch. Auch diese blätterte in der Akte und meinte dann, sie wäre sich nicht ganz sicher gewesen ob es das Original sei. Und eine ihrer erfahreneren Kolleginnen hätte ihr mal beigebracht, dass man im Zweifel erstmal monieren sollte ...

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