Karrieremodell Drogendealer

Im deutschsprachigen Ableger des VICE-Magazins ist letzte Woche ein Interview mit dem türkischstämmigen ehemaligen Heroindealer Suleyman Ergun erschienen.

Suleyman Ergun ist der Howard Marks des Heroin – (wenn er auch ein nicht ganz so freundlicher Zeitgenosse zu sein scheint wie Mr. Nice), der bis in die frühen 90er Jahren riesige Mengen Heroin aus Afghanistan über die Türkei nach Europa schmuggelte.

Das kurze Interview ist nicht nur unterhaltsam zu lesen, sondern illustriert gleichermaßen unterschiedliche Kriminalitätstheorien. Die kriminelle Karriere des in London lebenden Türken stellt sich dar, als hätte ein kriminologisches Lehrbuch als Blaupause gedient: der Aufstieg vom Laufburschen zum Kleindealer in der Londoner Clubszene, zum Gründer der Turkish Connection, die zeitweise Heroin in 100 kg Chargen schmuggelte, bis zur Verhaftung und der eigenen Drogensucht. Die Bekanntschaft zu einer Frau war schließlich der entscheidende Turning Point (Sampson & Laub), der eine Abkehr vom devianten Lebensstil bewirkte ...

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