Streetside – (K)ein Sieg für den Datenschutz?

Bekanntlich sind seit Mai dieses Jahres Kameraautos für den Geodatendienst Bing Maps Streetside von Microsoft auf Deutschlands Straßen unterwegs, um Straßen und Häuser zu filmen. Erstes Bildmaterial soll voraussichtlich ab Sommer 2011 in das bestehende Kartenmaterial von Bing Maps integriert werden.

Microsoft beugt sich dem Datenschutz

Nach Meldungen u.a. von WELT ONLINE hat Microsoft den Forderungen der Datenschützer nachgegeben und räumt nunmehr Mietern und Hausbesitzern die Möglichkeit ein, der Veröffentlichung von Aufnahmen ihrer Häuser im Internet vorab innerhalb der Frist von acht Wochen vor der Freischaltung zu widersprechen.

Wer wolle, dass sein Haus Straßenfoto-Dienst unkenntlich gemacht wird, soll von August bis September beim US-Konzern einen entsprechenden Antrag einreichen. Details zum Verfahren sollen allerdings erst “rechtzeitig” im Vorfeld der Veröffentlichung bekannt gegeben werden.

Wie Google Street View

So wie bereits im vergangenen Jahr Google mit seinem Konkurrenzprodukt Google Street View hatte Microsoft ursprünglich geplant, das Material erst einmal komplett auf seine Seite zu stellen, ohne Rücksicht darauf, ob die Betroffenen dies wollten oder nicht. Erst nach der Veröffentlichung sollten die betroffenen Anwohner entsprechende Gebäude verpixeln lassen können.

Microsoft begründete seinen ursprünglichen Plan nach Angaben von chip.de damit, dass für einen Vorabwiderspruch erhebliche Datenmengen erhoben werden müssten.

Strittige Rechtslage

Die Rechtslage zum Vorabwiderspruch durch Betroffene ist jedoch strittig. Der Geodaten-Kodex des High-Tech-Verbandes BITKOM sieht nämlich keinen Vorabwiderspruch vor. Der Präsident des Verbandes BITKOM, Prof. Dr ...

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