Kein Unfallschutz für „selbsternannte Tierarzthelferin“

Das Sozialgericht Lüneburg hat mit Urteil vom 9. Dezember 2010 (Az.: S 2 U 99/10) entschieden, dass ein Tierhalter, der einem Tierarzt bei der Behandlung seines Tieres assistiert und dabei verletzt wird, nicht wie ein angestellter Assistent unter dem Schutz der gesetzlichen Unfallversicherung steht. Von einem Tierarzt hatte die Klägerin ihre alte Katze wegen einer Lungenentzündung behandeln lassen. Am dritten Behandlungstag bat der Arzt die Klägerin darum, ihren Kater am Kopf festzuhalten, damit er ihm eine Spritze verabreichen konnte. Obwohl das friedlich geltende Tier die Prozedur in den Tagen zuvor schon wiederholt über sich hatte ergehen lassen, biss es sein Frauchen unerwartet in die Hand. Bei dem Zwischenfall wurde die Katzenbesitzerin so stark verletzt, dass sie operiert werden und für eine Woche im Krankenhaus bleiben musste. Die Frau forderte mit dem Argument, bei dem Zwischenfall quasi wie eine angestellte Assistentin des Tierarztes tätig geworden zu sein, die Berufsgenossenschaft des Tierarztes auf, den Unfall als Arbeitsunfall anzuerkennen und ihr ein Verletztengeld zu zahlen sowie die Heilbehandlungskosten zu übernehmen. Diese lehnte jedoch eine Anerkennung des Zwischenfalls als Arbeitsunfall ab. Der Streit landete schließlich vor dem Lüneburger Sozialgericht, wo die Klägerin eine Niederlage erlitt. Im Rahmen der Gesetzlichen Unfallversicherung sind gemäß § 2 Absatz 2 SGB VII grundsätzlich zwar auch Personen gegen die Risiken eines Arbeitsunfalls versichert, die wie ein Beschäftigter tätig werden ...Zum vollständigen Artikel


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