bne zur ersten Lesung zum EnWG: Trennung von Netz und Vertrieb endlich auch für Verteilnetze festschreiben!

Wenn Betreiber von Übertragungsnetzen unabhängig von verbundenen Vertrieben agieren, funktioniert der Netzanschluss von erneuerbaren Erzeugern nahezu reibungslos. Diese Kernaussage trafen Energie-Experten am 8. Juni in der Anhörung des Bundestagsumweltausschusses in Berlin. Für den Bundesverband Neuer Energieanbieter e.V. (bne) ist diese Tatsache weiterer Beweis dafür, dass die Energiemärkte nur dann reibungslos funktionieren können, wenn Netz und Vertrieb strikt getrennt werden - und zwar auch und insbesondere auf Verteilnetzebene. "Was auf Übertragungsnetzebene vollkommen unbestritten ist, wird auf Verteilnetzebene schlicht ignoriert", betont bne-Geschäftsführer Robert Busch. Und so herrschen auf der Ebene regionaler und lokaler Netze ungute Verflechtungen aller Art. Neutraler Netzbetrieb ist oftmals ein Fremdwort für Verteilnetzbetreiber. "Statt dem Beispiel der Übertragungsebene zu folgen und die Netze separat und damit so neutral wie möglich zu betreiben, leistet sich Deutschland jene europaweit einzigartigen Ausnahmeregelungen, die über 90 Prozent der Verteilnetze von den gesetzlichen Regelungen zur rechtlichen und operationellen Trennung von Netz und Vertrieb ausnimmt", erläutert der bne-Geschäftsführer. Diese sogenannte De-minimis-Regel im Energiewirtschaftsgesetz (EnWG) habe oft groteske Auswirkungen - die mit funktionierendem Wettbewerb und zukunftsfähigem Energiemarkt nichts mehr zu tun haben. "Unsere Mitgliedsunternehmen berichten von Fällen, in denen sie Verteilnetzbetreiber anschreiben - die Antwort allerdings vom verbundenen Vertrieb erhalten", sagt Busch ...Zum vollständigen Artikel

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