Warum in die Ferne schweifen…?

Sie suchen noch nach einer Möglichkeit, die Kosten in Ihrem Unternehmen zu reduzieren? Dann lassen Sie Ihre Mitarbeiter doch zukünftig Dienstreisen aus eigener Tasche zahlen. Vieles spricht für eine solche Regelung: Ihre Mitarbeiter müssen nicht am Schreibtisch versauern, sondern sehen die große weite Welt. Sie haben Gelegenheit, sich von ihren Familien und dem Alltagstrott zu erholen. Und mal ehrlich: Es hört sich doch auch schick an, wenn man sagen kann: „Ich war letzte Woche auf Dienstreise – Paris – London – Berlin“.

Unvorstellbar?

Nein! Es handelt sich hierbei um eine gängige Praxis der Schulbehörden gegenüber dem Lehrpersonal. Zwar enthält das Landesreisekostengesetz NRW bei Durchführung einer genehmigten Klassenfahrt grundsätzlich einen Anspruch auf Erstattung der Reisekosten. Das Gesetz sieht allerdings auch die Möglichkeit vor, auf die Reisekostenerstattung schriftlich zu verzichten. Wenn die für die Schule vorgesehenen Haushaltmittel aufgebraucht sind und engagierte Lehrer auf eine Klassenfahrt nicht verzichten möchten, tun sie gut daran, diese Erklärung zu unterschreiben, da die Fahrt sonst nicht genehmigt wird.

So jüngst geschehen an einer Gesamtschule im Kreis Warendorf: Die Klassenlehrerin einer 10. Klasse beantragte im August 2007 für ihre Klasse die Genehmigung einer Studienfahrt nach Berlin im September 2008. In dem von ihr unterschriebenen Antragsformular für eine Dienstreisegenehmigung erklärte sie formularmäßig den Verzicht auf die Zahlung von Reisekostenvergütung, da diese durch die für die Schule vorgesehenen Haushaltsmittel nicht mehr gedeckt waren ...

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