Antrittsprämien im Profifußball: brutto oder netto?

Der Kläger, Fußballprofi, verlangt vom VfL Bochum über 300.000 Euro. Auf eben diese Summe nimmt ihn das Finanzamt in Anspruch, weil er eine anlässlich seines Wechsels zum VfL Bochum erhaltene Antrittsprämie nicht versteuert hat. Der Kläger meint, die Prämie sei als Nettobetrag vereinbart worden, sodass der (gerade in der Relegation um den Wiederaufstieg in die 1. Bundesliga gescheiterte) Verein ihm die geschuldeten Steuern ersetzen müsse. Die Klage hatte weder vor dem ArbG Bochum (Urteil vom 24.11.2009 - 2 Ca 512/09) noch beim LAG Hamm Erfolg (Urteil vom 04.05.2011 - 3 Sa 660/10).

Kläger wurde wegen Steuerhinterziehung rechtskräftig verurteilt

Im Zusammenhang mit dem Wechsel des Klägers zum VfL Bochum zahlte der Fußballclub 880.000 Euro an einen Spielervermittler, der davon 640.000 Euro an den Kläger weiterleitete sowie weitere 50.000 Euro an Kläger unmittelbar zahlte. Diese Beträge blieben zunächst unversteuert. Da sie jedoch steuerpflichtiges Einkommen darstellen, wurde der Kläger wegen Steuerhinterziehung rechtskräftig zu einer Bewährungsstrafe verurteilt. Im Strafverfahren wurde eine Steuerpflicht in Höhe von 311.488 Euro zugrundegelegt. Die Erstattung dieses Betrages macht der Kläger gegen den VfL Bochum geltend ...

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