Gedächtnisnutzung und Bundesdatenschutzgesetz

Findet das Datenschutzrecht auch Anwendung auf die Nutzung lediglich in der Erinnerung befindlicher personenbezogener Daten?

Diese Frage stellte sich ganz pragmatisch in einem realen Fall aus der Praxis.

Der Anfang war ein Ende

Alles begann für den Auftraggeber – einen Hersteller und Lieferanten – damit, dass er den Spediteur wechselte. Zuvor hatte der bisherige Spediteur die Produkte im Auftrag und nach Weisung des Auftraggebers an Verbraucher ausgeliefert. Hierzu hatte er vom Auftraggeber einen Computerausdruck (Liste der zu beliefernden Kunden) erhalten.

Natürlich kannte der Spediteur die Adressen obwohl er die Listen zurückgab, er hatte sie quasi im Kopf gespeichert. Dies wollte er sich nun nach Beendigung der Tätigkeit für seinen bisherigen Auftraggeber zu Nutze machen. Er sprach mehrere ehemals zu beliefernden Kunden an und fragte diese, ob sie nicht lieber von einem anderen Hersteller beliefert werden wollten.

Und was ist mit Datenschutz?

Hier stellte sich die Frage, ob dieses Vorgehen des ehemaligen Spediteurs datenschutzrechtlich einschlägig ist, also ob das Bundesdatenschutzgesetz überhaupt auf die Datennutzung aus dem Gedächtnis Anwendung findet.

Das Bundesdatenschutzgesetz findet aber u.a ...

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