BGH: Revisionsverhandlung Chirurg nach Schönheits-OP und Tod der Patientin

Am 7. Juli 2011 verhandelt der BGH [5 StR 561/10] die Revision eines vom LG Berlin wegen Körperverletzung mit Todesfolge in Tateinheit mit versuchtem Totschlages verurteilten Arztes, sowie der StA und des Witwers der Patientin [Landgericht Berlin – Urteil vom 1. März 2011 – 1 Kap Js 721/06 Ks], der seit 1988 im Fach Unfallchirurgie habilitiert ist und nach den getroffenen Feststellungen des LG Berlin in seiner chirurgischen Tagesklinik am 30. März 2006 von 9.00 bis 12.30 Uhr an einer 49 Jahre alten Patientin eine Schönheitsoperation im Bauchbereich, verbunden mit einer Fettabsaugung, vorgenommen hatte.

Die Schwurgerichtskammer hat sich davon überzeugt, dass

der Angeklagte die für die schwere Operation medizinisch zwingend gebotene Hinzuziehung eines Anästhesisten unterlassen, sie der Patientin indes vorgetäuscht und diese nach einem gegen Ende des Eingriffs eingetretenen vorübergehenden Herzstillstand unzureichend weiterbehandelt habe. Zur Vertuschung eigenen Fehlverhaltens habe er bis nach 18.00 Uhr davon abgesehen, sie zur zerebralen Reanimation in ein Krankenhaus zu verbringen. Ab 15 ...Zum vollständigen Artikel


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