Zur Bildung der Gesamtfreiheitsstrafe bei sexuellem Missbrauch und Vergewaltigung

Strafrecht / Revision / Sexualdelikte / Gesamtfreiheitsstrafe 5 Strafsenat des BGH, Az.: 5 StR 101/11

Der Angeklagte ist vom Landgericht Hamburg wegen „schweren sexuellen Missbrauchs eines Kindes und eines einen Tag später begangenen Vergehens des sexuellen Missbrauchs eines Kindes zu einer Gesamtfreiheitsstrafe von sechs Jahren verurteilt“ worden. Zudem wurde die Unterbringung des Angeklagten in der Sicherungsverwahrung gemäß § 66 Abs. 1 StGB angeordnet.

Mit der Revision vor dem Bundesgerichtshof kann er bezüglich der Bildung der Gesamtfreiheitsstrafe einen Erfolg erzielen.

Wie der Strafsenat ausführt, wurden einige für den Angeklagten sprechende Umstände vom Landgericht nicht hinreichend berücksichtigt. Aus diesem Grund bemisst der Senat die Gesamtfreiheitsstrafe neu.

Auszug aus dem Wortlaut des Beschlusses:

„Die Erwägungen des Landgerichts, mit denen es die Gesamtfreiheitsstrafe begründet hat, enthalten einen vom Revisionsgericht auch eingedenk dessen begrenzten Prüfungsmaßstabs zu berücksichtigenden Wertungsfehler (vgl. BGH, Urteil vom 1. März 1990 – 4 StR 61/90, BGHR StGB § 54 Abs. 1 Bemessung 5 und BGH, Beschluss vom 25. August 2010 – 1 StR 410/10, NJW 2010, 3176) ...

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