Rechtfertigt ein „Jawohl, mein Führer“ die Entlassung?

Nazi-Sprüche im Betrieb sind inakzeptabel und können je Lage der Umstände eine Kündigung rechtfertigen. In dem jetzt vom LAG Rheinland-Pfalz (Urteil vom 20.01.2011 - 11 Sa 353/10 = BeckRS 2011, 71731) entschiedenen Fall hatte der Kläger eine Arbeitsanweisung seines Vorgesetzten mit der Wendung „Jawohl, mein Führer“ kommentiert. Gegen die ihm gegenüber daraufhin ausgesprochene ordentliche Kündigung hatte er Kündigungsschutzklage erhoben. Das LAG sieht in der Äußerung ein deutliches Fehlverhalten. Eine solche Anspielung verbiete sich im innerbetrieblichen Gebrauch, da es sich um einen Tabubruch durch Verwendung des aus dem nationalsozialistischen Sprachgebrauch entstammenden Zitats handele und damit geeignet sei, die Gefühle der betroffenen Mitarbeiterin zu verletzen ...

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